Empfehlungsmarketing im Schatten der Feiertage: Wie Sie die „vergessene Woche“ 2025 für 2026 ausnutzen

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Viele Dienstleister in Frankfurt kennen die Situation: Ab Mitte Dezember nimmt der operative Druck langsam ab, Rechnungen sind weitgehend geschrieben, größere Projekte starten erst wieder im Januar – und trotzdem wird diese Zeit selten strategisch genutzt.

Genau hier liegt eine unterschätzte Chance für Ihr Empfehlungsmarketing.

Warum die Woche vor Weihnachten ideal für Empfehlungsmarketing ist

Vom 18. bis kurz vor Weihnachten ist die Aufmerksamkeit Ihrer Kundinnen und Kunden in einer besonderen Phase:

  • Viele Menschen sind emotional offen, blicken auf das Jahr zurück und sind dankbar für gute Unterstützung.
  • Gleichzeitig werden bereits Gespräche über Pläne für 2026 geführt – beruflich wie privat.
  • Terminkalender sind zwar voll, aber die meisten Entscheidungsträger sind mental schon „im Jahresabschlussmodus“ und weniger im Tagesgeschäft gefangen.

Für Sie als Dienstleister in Frankfurt bedeutet das: Sie können jetzt leise die Weichen stellen, damit Sie im ersten Halbjahr 2026 häufiger empfohlen werden, ohne laut zu werben oder hektische Aktionen zu starten.

Schritt 1: Ihre „Empfehlungs-Zielgruppe“ für 2026 schärfen

Bevor Sie etwas tun, sollten Sie wissen, von wem Sie 2026 häufiger empfohlen werden wollen – und an wen.

Nehmen Sie sich eine Stunde und analysieren Sie:

1. Ihre besten Kunden 2025

- Wer hat Ihnen die höchsten Umsätze gebracht?

- Wer war besonders angenehm in der Zusammenarbeit?

- Wer hat Sie bereits informell oder offiziell weiterempfohlen?

2. Ihre wertvollsten Empfehlungsgeber

- Welche Kundinnen und Kunden haben Ihnen 2025 neue Aufträge vermittelt?

- Welche Partnerunternehmen in Frankfurt und Umgebung haben Sie empfohlen?

- Welche Netzwerke (z. B. lokale Unternehmerkreise, Handwerkskammer, Fachgruppen) haben für Sichtbarkeit gesorgt?

3. Die attraktivsten Empfehlungs-Zielkunden

Notieren Sie zu Ihren Wunsch-Empfehlungskunden:

- Branche / Situation (z. B. „Wohnungseigentümer in Bockenheim, die sanieren wollen“)

- Typische Probleme (z. B. „unsichere Anbieterwahl“, „Sorge vor Pfusch“)

- Typische Informationsquellen (Freunde, Nachbarn, lokale Online-Bewertungen, soziale Medien etc.)

Aus dieser Analyse machen Sie eine kurze, klare Liste: 5–10 Wunschkunden-Typen, die Sie 2026 verstärkt über Empfehlungen gewinnen möchten.

Schritt 2: Empfehlungssignale in Ihren laufenden Projekten platzieren

Auch wenn viele Projekte im Dezember auslaufen: Gerade die letzte Phase Ihrer Leistung ist entscheidend für spätere Empfehlungen.

Fragen Sie sich bei jedem laufenden Auftrag:

  • Wo entsteht gerade „Erzählstoff“?
Menschen empfehlen nicht allgemein „gute Dienstleister“, sondern erzählen konkrete Geschichten.

Beispiel: „Der Maler aus Frankfurt, der mir noch vor Weihnachten schnell das Wohnzimmer fertig gemacht hat, obwohl alle ausgebucht waren.“

  • Wo können Sie bewusst kleine Extras setzen?
Kleine, überraschende Mehrwerte kurz vor Projektende bleiben überproportional stark hängen – und werden am Küchentisch weitererzählt.

Beispiele für Frankfurter Dienstleister:

- Handwerker: Kurze, schriftliche Pflegehinweise für die renovierten Flächen.

- Berater/Coaches: Eine kompakte Jahreszusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

- Gesundheitsdienstleister: Ein klarer, leicht verständlicher Plan „Was Sie im Januar für Ihren Fortschritt tun können“.

Diese Extras müssen nicht teuer sein – sie sollen nur klar zeigen: Sie haben mitgedacht.

Schritt 3: Smart nach Feedback fragen – ohne aufdringlich zu wirken

Die Tage rund um den 18.–23. Dezember sind ideal, um strukturiert Feedback einzuholen. Viele Kunden sind in Rückblickstimmung und bewerten Ihre Leistung gerne, wenn Sie es ihnen leicht machen.

Eine sinnvolle Reihenfolge:

1. Kurz nach Projektabschluss (oder Jahresabschluss-Termin)

- Bedanken Sie sich persönlich und konkret: Wofür genau sind Sie dankbar?

- Signalisieren Sie Wertschätzung: „Die Zusammenarbeit mit Ihnen hat uns dieses Jahr besonders Freude gemacht, weil …“

2. Dann: Einladung zur Bewertung an einem zentralen Ort

Nutzen Sie eine etablierte Bewertungsplattform wie KennstDuEinen.de, auf der lokale Dienstleister aus Frankfurt gezielt gefunden werden.

Wichtige Punkte:

- Machen Sie den Weg maximal einfach (direkter Link, klare Kurz-Anleitung).

- Bitten Sie darum, möglichst konkret zu schreiben (Was war Ihr Ausgangsproblem? Was hat sich verbessert?).

3. Optional: Nachfrage nach Empfehlungen – aber fein dosiert

Formulierungsbeispiele, die nicht drängen:

- „Falls Sie in Ihrem Umfeld jemanden kennen, der im neuen Jahr vor einer ähnlichen Entscheidung steht, freuen wir uns, wenn Sie an uns denken.“

- „Viele unserer Kunden kommen über persönliche Empfehlungen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass wir auch jemandem aus Ihrem Umfeld helfen können, dürfen Sie unseren Namen gerne weitergeben.“

Wichtig: Kein Druck, keine Rabatte für Empfehlungen, keine „Jetzt unbedingt weiterempfehlen“-Appelle. Gerade im Dezember wirkt Subtilität seriös.

Schritt 4: Lokale Online-Sichtbarkeit vor Jahresende stabilisieren

Viele Frankfurter Dienstleister erleben im Januar einen Suchschub über lokale Suchbegriffe wie „Handwerker Frankfurt Bockenheim“, „Steuerberater Frankfurt 2026“, „Physiotherapie Frankfurt Empfehlung“.

Was Sie jetzt – rund um den 18.12. – noch tun können, damit Sie davon profitieren:

1. Ihre wichtigsten Online-Profile prüfen

- Stimmt Ihr Leistungsspektrum für 2026 (neue Angebote, geänderte Schwerpunkte)?

- Sind Öffnungszeiten rund um den Jahreswechsel klar kommuniziert?

- Sind aktuelle Bewertungen sichtbar, nicht nur aus vergangenen Jahren?

2. Ihr Profil auf KennstDuEinen.de optimieren

Achten Sie insbesondere auf:

- Klare, laienverständliche Beschreibung Ihrer Leistungen.

- Regionale Bezugspunkte (Stadtteile, typische Einsatzgebiete rund um Frankfurt).

- 3–5 starke, aktuelle Bewertungen, die Ihre Kernkompetenz widerspiegeln.

3. Ein einfacher Empfehlungslink für Ihre Kommunikation 2026

Legen Sie einen zentralen Link fest, über den Kunden Sie empfehlen oder bewerten sollen (z. B. Ihr KennstDuEinen-Profil) – und verwenden Sie diesen ab Januar konsequent:

- In E-Mail-Signaturen.

- In Angebots- und Rechnungsdokumenten.

- In Follow-up-Nachrichten nach Projektabschluss.

Schritt 5: Einen schlanken Empfehlungs-Plan bis März 2026 skizzieren

Statt sich allgemeine Vorsätze vorzunehmen („Mehr Empfehlungsmarketing machen“), nutzen Sie die ruhige Vorweihnachtszeit für einen konkreten 90-Tage-Plan.

Definieren Sie für Januar bis März 2026:

  • Ein klares Empfehlungsziel
Beispiel: „Bis 31.03.2026 möchten wir 15 neue, qualifizierte Anfragen erhalten, die ausdrücklich über Empfehlungen auf uns aufmerksam geworden sind.“

  • Maximal 3 Maßnahmen, die Sie wirklich umsetzen
Zum Beispiel:

1. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag zielgerichtet um eine Bewertung bitten.

2. Einmal im Monat mit den 5 wichtigsten Stammkunden telefonisch sprechen und bewusst Raum für Feedback und mögliche Empfehlungen lassen.

3. Ihr KennstDuEinen-Profil regelmäßig mit 1–2 frischen Projektbeispielen oder Leistungsschwerpunkten aktualisieren.

  • Einen festen, kurzen Kontrolltermin pro Monat
Tragen Sie sich in den Kalender ein: 30 Minuten am Monatsende, um zu prüfen:

- Wieviele Empfehlungen sind eingegangen?

- Wieviele Bewertungen wurden abgegeben?

- Welche Maßnahmen haben tatsächlich zu neuen Kontakten geführt?

Fazit: Die „vergessene Woche“ bewusst nutzen

Die Zeit rund um den 18. Dezember wird in vielen Unternehmen in Frankfurt hauptsächlich dafür verwendet, „irgendwie das Jahr zu Ende zu bringen“. Wenn Sie stattdessen bewusst Ihr Empfehlungsfundament für das erste Quartal 2026 stärken, verschaffen Sie sich einen Vorsprung, den Wettbewerber oft erst im Februar oder März aufbauen.

Sie brauchen dafür keine großen Kampagnen – nur:

  • eine klare Vorstellung, wer Sie 2026 empfehlen soll,
  • einfache, wertschätzende Prozesse für Feedback und Bewertungen,
  • und einen schlanken, realistischen 90-Tage-Plan.

Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Ihr Name ab Januar nicht nur gesucht, sondern vor allem: empfohlen wird.

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