Empfehlungsmarketing in der Winterflaute: So füllen Dienstleister in Frankfurt ihr Auftragsbuch für das Frühjahr 2026

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Winterflaute als Chance: Warum jetzt der beste Moment für Empfehlungen ist

Viele lokale Dienstleister – von Handwerk über Beratung bis Gesundheit und Beauty – erleben im Januar und Februar eine typische Winterflaute. Anfragen gehen zurück, Termine werden verschoben, Budgets noch nicht freigegeben.

Gleichzeitig ist genau jetzt die Planungsphase für das Frühjahr 2026: Renovierungen, Umzüge, Coachingprogramme, Gesundheits- und Fitnessziele, aber auch B2B-Projekte werden vorbereitet. Wer jetzt als empfohlener Anbieter sichtbar ist, startet im März mit deutlich besseren Auftragschancen.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie die Winterwochen gezielt nutzen, um planbar Empfehlungen aufzubauen – ohne große Werbebudgets und ohne Marketingabteilung.


1. Denken wie Ihre Kunden: Winter ist Entscheidungs-, nicht Umsetzungszeit

Gerade im Raum Frankfurt am Main zeigt sich jedes Jahr ein ähnliches Muster:

  • Privatkunden informieren sich im Januar/Februar online und im Freundes- und Bekanntenkreis, um ab März Projekte anzustoßen (Renovierung, Garten, Coaching, Gesundheit, Weiterbildung).
  • Geschäftskunden planen Budgets und Projekte im neuen Geschäftsjahr und holen jetzt Angebote und Empfehlungen ein.

Das bedeutet für Sie:

  • Die eigentliche Entscheidungsphase findet jetzt statt.
  • Wer jetzt als „Top-Empfehlung“ wahrgenommen wird, landet auf der Shortlist.
  • Wer erst im März mit Marketing beginnt, ist in vielen Fällen zu spät.

Empfehlungsmarketing in der Winterzeit ist daher kein „Nice-to-have“, sondern ein strategischer Vorlauf für Ihr Frühjahrsgeschäft.


2. Ihre stillen Botschafter: Bestehende Kunden bewusst aktivieren

Ihr größtes Potenzial sitzt nicht in der Kaltakquise, sondern bereits in Ihrer Kundendatenbank. Die meisten Dienstleister machen jedoch denselben Fehler: Sie warten darauf, dass Kunden „von allein“ empfehlen.

Stattdessen sollten Sie Ihre Kundschaft in den Wintermonaten ganz bewusst ansprechen:

Konkrete Maßnahmen:

1. Winter-Check Ihrer Top-Kunden

Identifizieren Sie:

- Kunden, bei denen die Zusammenarbeit besonders gut lief

- Projekte mit sichtbarem Ergebnis (Vorher-Nachher-Effekt, klare Erfolge)

- Stammkunden aus der Region Rhein-Main, die lokal gut vernetzt sind

2. Persönliche Kontaktaufnahme

Schreiben oder rufen Sie ausgewählte Kunden an. Mögliche Ansätze:

- Dank für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr

- kurzes Update, was sich bei Ihnen 2026 verändert/verbessert

- höfliche, aber klare Bitte um Weiterempfehlung an passende Kontakte

3. Konkrete Hilfestellung geben

Machen Sie es Ihren Kunden leicht, Sie zu empfehlen:

- Ein kurzer Textbaustein, den sie in Messenger oder E‑Mail weiterleiten können

- Der Hinweis auf Ihr Profil bei KennstDuEinen als neutrale Empfehlungsplattform

- Ein klarer Hinweis, für wen Sie besonders gut geeignet sind (Zielgruppe, Region, typische Fälle)


3. Winter-Inhalte mit Empfehlungswirkung: Wofür Sie jetzt sichtbar sein sollten

Zwischen den Jahren und in den ersten Winterwochen haben Menschen mehr Zeit zum Lesen und Recherchieren. Nutzen Sie dies, um Inhalte zu erzeugen, die empfehlbar sind – also Inhalte, die Ihre bestehenden Kontakte gerne weiterleiten.

Drei Content-Ideen mit hohem Empfehlungsfaktor

1. „So starten Sie richtig ins Projektjahr 2026“

Praxisnahe Checkliste für Ihre Zielgruppe (z. B. Hausbesitzer, KMU, Selbstständige, Familien).

Ziel: Zeigen, dass Sie in Ihrer Region der strukturierteste und verlässlichste Anbieter sind.

2. Kurze Erfolgsstorys aus 2025

Zwei bis drei Beispiele, was Kunden dank Ihrer Dienstleistung erreicht haben.

Ziel: Konkrete Ergebnisse sichtbar machen, die andere überzeugen – ideal zum Weiterleiten.

3. „Häufige Fehler vor Projektstart“

Liste typischer Fehler, die Ihre Kunden machen, bevor sie Sie beauftragen.

Ziel: Nutzen stiften, Kompetenz beweisen, Gesprächsanlässe schaffen.

Diese Inhalte können Sie:

  • auf Ihrer Website veröffentlichen,
  • auf LinkedIn oder anderen Social-Media-Kanälen teilen,
  • in E‑Mails an Kunden und Partner verlinken,
  • in Ihrem Profil bei Bewertungs- und Empfehlungsplattformen erwähnen.

Wichtig: Regionalität klar benennen – etwa mit Formulierungen wie „für Dienstleister und Privatkunden im Raum Frankfurt am Main“ oder „für Unternehmen in Rhein-Main“. So verstehen Leser sofort, dass Sie der lokale Ansprechpartner sind.


4. Empfehlungsnetzwerk im Rhein-Main-Gebiet: Mit Partnern durch die Flaute

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet bieten eine Besonderheit: Viele Branchen sind stark miteinander vernetzt – von Immobilien über Handwerk bis zu Beratung und Gesundheitsdienstleistungen.

Nutzen Sie den Winter, um Ihr eigenes Empfehlungsnetzwerk aufzubauen oder zu stärken:

Schritt 1: Passende Partner identifizieren

  • Wer bedient dieselbe Zielgruppe wie Sie, ohne direkter Wettbewerber zu sein?
  • Beispiel:
- Immobilienmakler ↔ Handwerker ↔ Umzugsunternehmen ↔ Innenarchitekten

- Steuerberater ↔ Unternehmensberater ↔ Finanzdienstleister

- Heilpraktiker ↔ Personal Trainer ↔ Ernährungsberatung

Schritt 2: Konkrete Empfehlungsregeln vereinbaren

  • Welche Fälle empfehlen Sie einander? (Zielgruppe, Budgetrahmen, Themen)
  • Wie werden Kontakte übergeben? (direkte Vorstellung, E‑Mail, Link zum Profil)
  • Wo können Bewertungen zentral sichtbar gesammelt werden? (z. B. über eine Bewertungsplattform mit regionalem Fokus)

Schritt 3: Winter als Aufbauphase nutzen

  • Gemeinsame Online-Sessions, kleine Webinare oder lokale Treffen in Frankfurt
  • Gemeinsame Inhalte („Expertenrunde für Hausbesitzer in Rhein-Main“, „Business-Check 2026 für KMU“)
  • Vereinbarte Ziele: z. B. „Jeder von uns gibt den anderen mindestens drei warme Empfehlungen bis Ende März“

5. Bewertungsprofile optimieren: Fundament für vertrauenswürdige Empfehlungen

Empfehlungen funktionieren heute selten ohne einen Online-Check. Fast jeder, der eine Empfehlung bekommt, sucht nach:

  • Ihrem Namen,
  • Ihrem Unternehmen,
  • Bewertungen auf neutralen Plattformen.

Wenn dann nur veraltete Daten, wenige Bewertungen oder gar nichts zu finden ist, verlieren Sie Vertrauen – und wertvolle Aufträge.

Nutzen Sie die ruhigere Zeit, um Ihre Bewertungsprofile auf Stand zu bringen:

1. Profil aufräumen

- Aktuelle Leistungsbeschreibung

- Klare Nennung Ihrer regionalen Schwerpunkte (z. B. Frankfurt, Rhein-Main)

- Aktuelle Fotos, Logo, eventuell Projekteinblicke

2. Bewertungen gezielt einholen

- Kunden aus abgeschlossenen Projekten 2025 persönlich um eine Bewertung bitten

- Textbausteine und direkte Links schicken, um die Hürde möglichst gering zu machen

3. Bewertungen aktiv nutzen

- In E‑Mail-Signaturen auf Ihr Bewertungsprofil verweisen

- Bei neuen Anfragen den Link als „Vertrauensbeweis“ mitschicken

- Erfolgreiche Bewertungen als Zitat in Ihre Website integrieren

So wird aus jeder Empfehlung ein starkes Gesamtpaket: persönliche Empfehlung + öffentlich sichtbare Bewertungen.


6. Konkreter 4‑Wochen-Plan für Ihr Winter-Empfehlungsmarketing

Damit aus guten Vorsätzen konkrete Ergebnisse werden, finden Sie hier einen kompakten Umsetzungsplan für die nächsten vier Wochen:

Woche 1

  • Top‑Kunden der letzten 12 Monate identifizieren
  • Bewertungsprofil(e) prüfen und aktualisieren
  • Textbausteine für Empfehlungen und Bewertungen vorbereiten

Woche 2

  • 10–20 Wunsch-Kunden persönlich kontaktieren (Telefon, E‑Mail, ggf. vor Ort)
  • Bewusst um Weiterempfehlung und Bewertung bitten
  • Erste Content-Idee (z. B. Checkliste oder Erfolgsstory) erstellen und veröffentlichen

Woche 3

  • 3–5 potenzielle Empfehlungspartner im Rhein-Main-Gebiet ansprechen
  • Erstgespräche führen und gemeinsame Zielgruppe definieren
  • Weitere Bewertungen einsammeln und auswerten

Woche 4

  • Gemeinsame Aktivitäten mit Partnern planen (z. B. Online-Session im Februar)
  • Inhalte über Website, Social Media und Newsletter streuen
  • Ergebnisse prüfen: neue Bewertungen, Empfehlungen, Anfragen

Schon nach vier Wochen legen Sie so das Fundament, damit März und April 2026 nicht zur Zitterpartie, sondern zu umsatzstarken Monaten werden.


Fazit: Winterflaute war gestern – mit Empfehlungen ins starke Frühjahr

Die ruhigeren Winterwochen sind für viele Dienstleister in und um Frankfurt die beste Gelegenheit, um strukturiertes Empfehlungsmarketing aufzubauen:

  • Sie nutzen die Planungsphase Ihrer Kunden,
  • stärken Ihr Netzwerk im Rhein-Main-Gebiet,
  • machen Bewertungen gezielt sichtbar
  • und verwandeln Empfehlungen in planbare Anfragen.

Wer diese Zeit aktiv gestaltet, startet nicht mit leeren Kalendern ins Frühjahr, sondern mit einer gefüllten Pipeline aus qualifizierten, vertrauensbasierten Empfehlungen.

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