Empfehlungsmarketing nach der Feiertagspause: So nutzen Sie den Januar-Aufschwung für neue Anfragen

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Warum der Januar für Empfehlungen so wertvoll ist

Nach Weihnachten und Neujahr stehen bei vielen Menschen konkrete Vorhaben auf der Liste: Renovieren, Gesundheit verbessern, Finanzplanung angehen, Weiterbildung starten. Die Suche nach passenden Dienstleistern beginnt häufig direkt im Januar – und läuft in der Praxis erstaunlich einfach ab:

1. Freunde und Familie werden gefragt („Kennst du jemanden, der…?“)

2. Online-Suche nach lokalen Dienstleistern

3. Abgleich über Bewertungen und Erfahrungsberichte

Genau an diesen drei Stellen entscheidet sich, wer am Ende die Anfrage bekommt – und wer übersehen wird. Empfehlungsmarketing ist dabei der verbindende Faktor.


Typische Fehler von Dienstleistern im Januar

Viele lokale Anbieter in Regionen wie Frankfurt am Main und Umgebung machen zum Jahresbeginn ähnliche Fehler:

  • Kein klarer Fokus auf Empfehlungen: Man hofft auf „organisches Wachstum“, statt aktiv Empfehlungsquellen zu nutzen.
  • Unklare Online-Außendarstellung: Die Website und Profile sind nach den Feiertagen nicht aktualisiert – Öffnungszeiten, Angebote, Schwerpunkte wirken „von gestern“.
  • Zufällige Sichtbarkeit: Man ist zwar irgendwie online, aber nicht dort, wo Kunden konkret nach Empfehlungen suchen.

Wer diese Punkte bewusst angeht, verschafft sich im Januar einen Vorsprung, der oft das gesamte Jahr positiv beeinflusst.


Schritt 1: Ihre Empfehlungsstory für 2026 schärfen

Empfehlungen funktionieren nur, wenn Menschen klar benennen können, wofür Sie stehen. Formulieren Sie deshalb zu Jahresbeginn drei Kernbausteine:

1. Ihr Spezialgebiet

Statt „Malerbetrieb“: „Spezialisiert auf hochwertige Innenraumrenovierung in bewohnten Objekten“

Statt „Steuerberater“: „Betreuung von Selbstständigen und Freiberuflern im Rhein-Main-Gebiet“

2. Ihr Nutzenversprechen

Was ist das eine Versprechen, das Kunden sofort verstehen sollen? Beispiele:

- „Planbare Termine und saubere Abwicklung ohne Baustellen-Chaos“

- „Verständliche Steuerberatung ohne Fachchinesisch“

3. Ihr idealer Kunde

Je konkreter, desto besser können Sie empfohlen werden: „Eigentümer von Bestandsimmobilien im Raum Frankfurt, die Wert auf hochwertige Ausführung legen“ ist hilfreicher als „alle“.

Diese drei Bausteine sollten sich in Ihrem gesamten Auftritt widerspiegeln – online wie offline.


Schritt 2: Bestehende Kundenbeziehungen nach der Pause aktivieren

Direkt nach der Feiertagspause ist ein guter Zeitpunkt, um bestehende Kunden auf wertschätzende und unaufdringliche Weise anzusprechen. Ziel: Beziehungen stärken und langfristig mehr Empfehlungen ermöglichen.

Konkrete Ideen:

  • Jahresstart-Dankeschön
Bedanken Sie sich bei ausgewählten Stammkunden für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr – persönlich, per E-Mail oder Brief. Wichtig: kein Massenmailing-Ton, sondern echte Wertschätzung.

  • Projekt-Check-in
Fragen Sie bei abgeschlossenen Projekten des letzten Jahres nach, ob alles weiterhin zufriedenstellend ist oder ob Unterstützung benötigt wird.

  • Sanfter Einstieg in Empfehlungen
Wenn ein Kunde ausdrücklich zufrieden ist, können Sie behutsam den Bogen schlagen:

„Wenn Sie jemanden kennen, der vor ähnlichen Herausforderungen steht, freue ich mich, wenn Sie an mich denken.“

Diese Kontakte sollten bewusst geplant werden – nicht als hektische Aktion, sondern als Teil Ihrer Jahresstrategie.


Schritt 3: Bewertungsprofile für den Januar fit machen

Bewertungen sind die sichtbare Verlängerung von Empfehlungen. Gerade im Januar, wenn viele Menschen zum ersten Mal nach einem neuen Dienstleister suchen, wirken aktuelle Erfahrungsberichte besonders stark.

Achten Sie auf folgende Punkte:

1. Aktualität

- Sind die letzten Bewertungen mehrere Monate alt, wirkt Ihr Profil „eingeschlafen“.

- Planen Sie aktiv ein, im Januar neue Kundenstimmen einzuholen.

2. Vollständigkeit

- Sind Ihre Leistungsbereiche klar beschrieben?

- Sind regionale Bezüge (z. B. „Frankfurt am Main“, „Rhein-Main-Region“) sichtbar?

3. Konsistenz über Plattformen hinweg

- Ihre Kernbotschaften sollten auf allen wichtigen Profilen übereinstimmen.

- Achten Sie auf einheitliche Texte, Fotos und Beschreibungen Ihres Unternehmens.

Portale wie KennstDuEinen.de unterstützen genau dieses Empfehlungsverhalten: Kunden suchen gezielt nach Dienstleistern in ihrer Region und orientieren sich an authentischen Erfahrungsberichten.


Schritt 4: Lokale Sichtbarkeit gezielt auf Empfehlungen ausrichten

Statt im Januar in allgemeine Werbung zu investieren, lohnt es sich, die Sichtbarkeit auf konkrete Empfehlungssituationen auszurichten:

  • Suchbegriffe aus Kundensicht denken
Wie würden Ihre Wunschkunden in Frankfurt und Umgebung suchen? Eher „Zahnarzt mit Angstpatienten-Erfahrung Bockenheim“ als nur „Zahnarzt Frankfurt“.

  • Empfehlungsrelevante Inhalte erstellen
Kurze, verständliche Texte auf Ihrer Website und auf Ihrem Profil, die typische Fragen Ihrer Kunden beantworten – das erhöht sowohl Vertrauen als auch Empfehlungsbereitschaft.

  • Regionale Verankerung zeigen
Verweisen Sie auf Ihren Standort, Ihr Einzugsgebiet und typische Kundenfälle aus der Region, ohne Namen zu nennen. So werden Sie als „die Adresse vor Ort“ wahrgenommen.


Schritt 5: Einen einfachen Januar-Fahrplan erstellen

Damit aus guten Vorsätzen konkrete Ergebnisse werden, hilft ein übersichtlicher Plan für die ersten 4–6 Wochen des Jahres. Beispiel:

Woche 1–2:

  • Kernbotschaft und ideale Kundenprofile schärfen
  • Online-Auftritte prüfen und anpassen (Texte, Bilder, Leistungsbeschreibung)

Woche 3–4:

  • Ausgewählte Bestandskunden persönlich kontaktieren
  • Zufriedenheits-Feedback einholen
  • Erste aktuelle Bewertungen anstoßen

Woche 5–6:

  • Häufige Kundenfragen sammeln und in Kurztexten auf Website und Profilen beantworten
  • Empfehlungssatz für persönliche Gespräche und E-Mails formulieren

Wichtig: Lieber klein starten und konsequent umsetzen, als ein perfektes, aber nie gelebtes Konzept zu planen.


Fazit: Der Januar entscheidet, wie stark Empfehlungen 2026 für Sie arbeiten

Empfehlungsmarketing ist kein einmaliger Jahresvorsatz, sondern ein System, das Sie Schritt für Schritt aufbauen. Der Jahresanfang bietet dafür ideale Bedingungen:

  • Kunden sind aktiv auf der Suche
  • Entscheidungen für neue Projekte werden getroffen
  • Empfehlungsbereitschaft ist hoch, wenn die Erfahrungen des Vorjahres noch präsent sind

Wenn Sie Ihre Sichtbarkeit, Ihre Kundenbeziehungen und Ihre Bewertungsprofile jetzt bewusst auf Empfehlungen ausrichten, legen Sie die Basis dafür, dass 2026 nicht nur „irgendwie läuft“, sondern von Anfang an von verlässlichem Empfehlungsstrom getragen wird.

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