Von Weihnachtsfeiern zu Wunschkunden: So nutzen Frankfurter Dienstleister Netzwerke für mehr Empfehlungen in 2026

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Warum Dezember & Januar in Frankfurt Netzwerk-Hochsaison sind

Rund um den Jahreswechsel jagt in Frankfurt eine Veranstaltung die nächste: Weihnachtsfeiern, After-Work-Events im Westend, Branchen-Stammtische im Bahnhofsviertel, Neujahrsempfänge im Januar. Für Dienstleister ist das mehr als nur „Glühwein mit Kollegen“ – es ist die dichteste Kontaktzeit des Jahres.

Wer jetzt klug agiert, baut nicht nur lose Kontakte auf, sondern echte Empfehlungspartner, die 2026 aktiv neue Kunden auf Sie aufmerksam machen.

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Fehler #1: Netzwerken ohne klares Empfehlungs-Ziel

Viele Dienstleister gehen in diese Events ohne Plan:

  • Sie sammeln Visitenkarten – und melden sich nie.
  • Sie erzählen, „was sie so machen“ – aber nicht, für wen sie es machen.
  • Sie hoffen auf „irgendwann passiert schon was“ – statt klare Empfehlungsanlässe zu schaffen.

Besser: Sie gehen mit einer konkreten Empfehlungsstrategie in jedes Event.

Stellen Sie sich vor jeder Veranstaltung zwei Fragen:

1. Welche Art von Empfehlungen möchte ich?

(z. B. Eigentümer von Bestandsimmobilien, lokale Praxen, inhabergeführte Läden, KMU aus Rhein-Main)

2. Wer hier im Raum kommt mit diesen Menschen regelmäßig in Kontakt?

(z. B. Steuerberater, Hausverwaltungen, Agenturen, Handwerker, Coaches, IT-Dienstleister)

Genau diese Personen sind Ihre potenziellen Empfehlungspartner.

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Der 30-Sekunden-Empfehlungssatz für Events

Um aus einem lockeren Gespräch einen echten Empfehlungsimpuls zu machen, brauchen Sie einen klaren, merkfähigen Satz, der zwei Dinge leistet:

1. Er erklärt, mit wem Sie am liebsten arbeiten.

2. Er beschreibt, woran andere erkennen, dass jemand zu Ihnen passt.

Beispielstruktur:

> „Ich arbeite vor allem mit [Zielgruppe], die [typische Situation/Problem] haben. Wenn Ihnen jemand erzählt, dass [klarer Auslöser], sind wir meistens die Richtigen.“

Für unterschiedliche Dienstleister könnte das so klingen:

  • „Ich arbeite vor allem mit Frankfurter Praxisinhabern, die sich um ihren Online-Ruf sorgen, weil Bewertungen sie zunehmend beeinflussen. Wenn Ihnen jemand erzählt, dass er im Netz kaum gefunden wird oder Angst vor schlechten Bewertungen hat, sind wir meistens die Richtigen.“
  • „Wir betreuen lokale Dienstleister aus Rhein-Main, die planbarer Anfragen über Empfehlungen und Bewertungen wollen. Wenn Ihnen jemand erzählt, dass Google-Anfragen stark schwanken und Stammkunden ausbleiben, sollten wir sprechen.“

Mit so einem Satz verankern Sie in den Köpfen Ihrer Gesprächspartner klare Auslöser für Empfehlungen.

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3 Phasen: So machen Sie aus einem Event einen Empfehlungs-Booster

#### 1. Vorbereitung: Empfehlungsthema schärfen

Bevor Sie zur nächsten Weihnachtsfeier oder zum Neujahrsempfang gehen, klären Sie:

  • Top-3 Ihrer Wunschkunden-Typen
z. B. „Inhaber-geführte Dienstleistungsbetriebe in Frankfurt“, „Berater & Coaches“, „Gesundheitsdienstleister“.

  • Konkrete Gesprächsöffner
z. B. „Wie wichtig sind Ihnen Empfehlungen für Ihr Geschäft?“, „Wie gehen Sie mit Online-Bewertungen um?“, „Merken Sie einen Unterschied in der Nachfrage in diesem Winter?“

  • Ihr 30-Sekunden-Empfehlungssatz (wie oben beschrieben)

Notieren Sie das kurz – je klarer Sie sind, desto leichter können andere Sie weiterempfehlen.

#### 2. Während des Events: Vom Smalltalk zur Empfehlung

Nutzen Sie typische Smalltalk-Themen, um auf Empfehlungen zu kommen – ohne verkäuferisch zu wirken.

Mögliche Übergänge:

  • „Viele unserer Kunden hier aus Frankfurt erzählen uns gerade, dass…“
  • „Darf ich fragen: Welche Rolle spielen Empfehlungen für Ihr Geschäft?“
  • „Wie gehen Sie mit Bewertungen und Empfehlungen um – eher zufällig oder schon strukturiert?“

Hören Sie aktiv zu und achten Sie auf:

  • Wer hat die gleichen Kunden, aber ein anderes Angebot als Sie?
  • Wer ist von seinen Kunden „Vertrauensperson“ (z. B. Steuerberater, Hausärzte, Coaches, Immobilienmakler)?

Das sind Ihre besten Multiplikatoren.

#### 3. Nach dem Event: Systematisches Nachfassen statt Zufall

Empfehlungsmarketing passiert selten im Event – sondern danach.

Setzen Sie sich direkt am nächsten Vormittag 30–45 Minuten und gehen Sie Ihre Kontakte durch:

1. Wer könnte ein strategischer Empfehlungspartner sein? (nicht nur Kunde)

2. Wem möchte ich eine konkrete Idee für eine Zusammenarbeit vorschlagen?

Schreiben Sie anschließend kurze, persönliche Nachrichten, z. B.:

> „Danke für das gute Gespräch gestern bei der [Veranstaltung]. Sie hatten erzählt, dass viele Ihrer Kunden Thema XY haben. Wenn Sie möchten, können wir im Januar mal 20 Minuten darüber sprechen, wie Sie Ihren Kunden hier einen zusätzlichen Nutzen bieten können – ohne Mehrarbeit für Sie. Was halten Sie davon?“

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Empfehlungspartnerschaften in Frankfurt: Was gut zusammenpasst

Gerade im Rhein-Main-Gebiet mit seiner Branchenvielfalt ergeben sich spannende Tandems. Ein paar Beispiele:

  • Handwerker & Immobilienmakler / Hausverwaltungen
Makler und Verwalter hören früh, welche Sanierungen, Renovierungen oder Reparaturen anstehen.

  • Coaches & Steuerberater / Rechtsanwälte
Mandanten sprechen über berufliche und geschäftliche Themen – ideal für Beratungs- und Coaching-Empfehlungen.

  • Gesundheitsdienstleister & Fitness-/Wellness-Anbieter
Patienten mit längerfristigen Themen profitieren von ergänzenden Angeboten.

  • Lokale Agenturen & spezialisierte Dienstleister
Agenturen werden oft zuerst gefragt und können Spezialisten empfehlen (z. B. Bewertungsmanagement, Empfehlungsstrategien, lokale Sichtbarkeit).

Überlegen Sie: Mit wem teilen Sie sich indirekt Ihren Wunschkunden? Das sind Ihre natürlichen Partner.

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So machen Sie Empfehlungspartner für 2026 verbindlich – ohne Druck

Aus einem netten Kontakt wird erst dann ein echter Empfehlungspartner, wenn Sie drei Dinge klären:

1. Für wen empfehlen wir uns gegenseitig?

→ Zielgruppen und Auslöser definieren (z. B. „Wenn jemand XY sagt…“).

2. Wie läuft eine Empfehlung konkret ab?

→ E-Mail-Vorstellung, persönlicher Anruf, Hinweis auf Bewertungsprofil etc.

3. Wie machen wir Erfolge sichtbar?

→ z. B. kurze monatliche Abstimmung: „Welche Empfehlungen haben wir gegeben/bekommen?“

Vorschlag für ein kurzes Januar-Gespräch:

> „Lassen Sie uns im neuen Jahr 30 Minuten investieren und schauen, wie wir uns gegenseitig gezielt Kunden empfehlen können – so, dass es für beide Seiten sinnvoll ist und sich gut anfühlt.“

So entsteht aus einem Jahresend-Gespräch eine tragfähige Kooperation für 2026.

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Online-Profil & Bewertungen nicht vergessen

Damit Empfehlungspartner guten Gewissens auf Sie verweisen können, brauchen Sie zwei Dinge:

1. Ein überzeugendes Online-Profil (z. B. auf KennstDuEinen.de) mit klarer Positionierung.

2. Aktuelle, glaubwürdige Bewertungen, die genau Ihre Wunschkunden ansprechen.

Empfehlungspartner werden häufig geprüft, bevor jemand sich meldet. Wenn Ihr Profil in diesem Moment professionell wirkt, machen Sie es Ihren Partnern leicht, Sie zu empfehlen – und Ihren Neukunden leicht, sich für Sie zu entscheiden.

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Konkreter 7-Tage-Plan rund um den 18. Dezember

Nutzen Sie die Woche um den 18.12. gezielt:

Tag 1–2

  • Wunschkunden-Typen definieren
  • Ihren 30-Sekunden-Empfehlungssatz formulieren
  • Online-Profil & Bewertungen prüfen und ggf. aktualisieren

Tag 3–4

  • Liste aktueller Events & Treffen bis Anfang Januar machen
  • 3–5 Personen identifizieren, mit denen Sie gezielt sprechen wollen

Tag 5–6

  • Events besuchen, Gespräche mit Empfehlungs-Fokus führen
  • Notizen zu potenziellen Partnern direkt nach den Gesprächen machen

Tag 7

  • 5–10 persönliche Follow-up-Nachrichten versenden
  • 2–3 kurze Kennenlern-Termine für Januar 2026 vereinbaren

So wird aus der Netzwerk-Saison rund um Weihnachten und Jahreswechsel ein konkreter Startschuss für mehr Empfehlungen in 2026 – strukturiert, planbar und passend zu Ihrem Geschäft in Frankfurt.

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